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Bundesliga 2. Spieltag: Wer will eigentlich Bayern-Jäger sein?

Zwei Spieltage sind gespielt und ganz oben thront schon wieder souverän die Schickeria aus München. Nach dem lockeren Trainingsspiel gegen Bremen am ersten Spieltag war es allerdings dieses mal ein deutlich härteres Stück Arbeit gegen erstaunlich gute Knappen aus Gelsenkirchen, aber am Ende gewann der FC Bayern trotzdem 2:0 und bleibt ohne Punktverlust und Tor ganz oben. Während die Schalker von Platz 17 grüßen. Der Tenor im Clubumfeld ist nach dem Auftritt aber durchaus positiv. Mal sehen wie lange die Malocher das noch so sehen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Schalke bisher so erfolgreich gescored hat wie ein Nerd in der Schulzeit.

Aber was ist eigentlich hinter den Bayern los? Kein Dortmund, kein Gladbach, nein, die alte Dame aus Berlin ist ansonsten das einzige Team mit zwei Siegen zum Saisonbeginn. Gut, mit Freiburg und Ingolstadt hatte man bisher nicht die Liga-Elite als Gegner, aber auch gegen die vermeintlich Kleinen muss man erstmal gewinnen.

Da können vor allem Dortmund und Gladbach an diesem Spieltag ein Lied von singen, die beide Gegen einen Aufsteiger verloren. Die Gladbacher, nach sehr starken Auftritten in der Championsleague Quali und gegen Leverkusen, mit einem vor allem defensiv schwachen Auftritt gegen mutig aufspielende Freiburger, der mit einem hochverdienten Sieg für die Breisgaubrasilianer endete. Dortmund hingegen vergeigte das Spiel gegen die roten Bullen aus Leipzig und verlor in der Nachspielzeit das Spiel verdient. Schon blöd, wenn im Vorfeld mehr über Fanboykott und das Konzept RB gesprochen wird als richtig über den Gegner. Mal sehen, was Leipzig uns Fans noch zeigt. Bisher macht das Auftreten Spaß und die Euphorie in Dunkeldeutschland scheint ungebrochen.

Definitiv keinen Spaß machte das Hessenderby zwischen Darmstadt und Frankfurt. Die zwei Abstiegskandidaten zeigten eindrucksvoll, wieso sie als solche gehandelt werden. Kein Wunder, dass die Thekentruppe aus Darmstadt kurz vor Schluss durch die missglückte Flanke eines Innenverteidigers den Siegtreffer erzielte. Verdient hatte den Sieg in dem Spiel jedenfalls keiner.

Beide hingegen hätten den Sieg bei der Partie zwischen Mainz und Hoffenheim verdient gehabt. Starke Mainzer führten gegen die wirre Hoffenheimer Abwehr (was hat Sunnyboy Schär eigentlich vor dem Spiel genommen?), wenn man sie denn so nennen mag, verdient mit 4:1. Da auch Keeper Baumann augenscheinlich lieber auf dem Rasen nach einem Glücksklee suchte anstatt einen harmlosen Ball zu halten, sprach wenig für das Team aus Sinsheim. Eine diskussionwürdige rote Karte für Bussmann löste dann aber den Knoten und plötzlich konnten die Hoffenheimer den Offensivfußball zelebrieren, für den man sie kennt. Das 4:4 war letztlich ein absolut gelungener Abschluss für diesen Spieltag.

Was bleibt sonst in Erinnerung? Köln und Wolfsburg bleiben oben dran und stehen vor allem defensiv sehr sicher. In Leverkusen scheint ein neuer Tore-Lieferant heranzuwachsen. Mit Joel Pohjanpalo, nun 4 Tore mit 4 Torschüssen bei zwei Joker-Einsätzen, darunter ein lupenreiner Hattrick beim 3:1 gegen den HSV, hat man einen finnischen Vollstrecker im Kader, der für mehr bestimmt sein könnte. Aber dafür bleibt Bernd Leno gewohnt patzeranfällig, man kann ja nicht alles haben. Und Weder Bremen bleibt auch nach 2 Spieltagen Hüter der roten Laterne. Noch scheint Viktor Skripnik seinen Platz auf der Trainerbank sicher zu haben, wenn man den Verantwortlichen in Bremen glauben darf. Das finde ich vernünftig, da die Saison noch jung ist und man nicht direkt alles über den Haufen schmeißen sollte. Aber ob die Fans das noch lange mitmachen, ist eine andere Frage. Bremen muss liefern, sonst wird es stürmisch an der Weser. Ob das allerdings bei Heimstarken Gladbachern gelingen wird, ist fraglich.

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